Die peruanischen Arbeitsgesetze sind im Ley General del Trabajo (Arbeitsgesetz) festgelegt, zusätzlich gibt es die „Beobachtung arbeitsrechtlicher Vorschriften“ (Kontrolle arbeitsrechtlicher Vorschriften), die sich aus einer Vielzahl von Regelungen ergeben, die bei der Einstellung von Mitarbeitern Anwendung finden. Um Compliance zu gewährleisten, müssen sich Unternehmen Zeit nehmen, um die Komplexität dieser Gesetze zu verstehen, oder einen Experten in Peru zur Unterstützung bei der Einhaltung arbeitsrechtlicher Vorschriften beauftragen. Sie sollten sich außerdem die Zeit nehmen, sich mit der peruanischen Kultur und Geschäftsetikette vertraut zu machen, um einen reibungslosen Rekrutierungsprozess zu gewährleisten.

Recruiting in Peru

Neben dem Verständnis kultureller Normen und der Erwartungen der Mitarbeiter bei der Rekrutierung in Peru ist es auch wichtig, sich mit den logistischen Abläufen des Rekrutierungsprozesses vertraut zu machen. Um beispielsweise einen möglichst breiten Talentpool zu erreichen, sollten Unternehmen Jobbörsen als Rekrutierungskanal nutzen. Social Medien können auch ein effektives Instrument zur Talentgewinnung in Peru sein – insbesondere LinkedIn.

Gesetze gegen Diskriminierung in Peru

Unternehmen, die nach Peru expandieren, sollten die dortigen Gesetze zur Diskriminierung beachten. Laut der peruanischen Verfassung hat jeder Mensch das Recht auf Gleichheit, unabhängig von Rasse, Herkunft, Geschlecht, Sprache, wirtschaftlicher Lage, Religion, politischer Meinung oder anderen Merkmalen. Es obliegt dem Arbeitgeber, diesen Grundsatz während des gesamten Rekrutierungs- und Einstellungsprozesses zu beachten.

Um die Einhaltung der lokalen Gesetze zu gewährleisten, ist es notwendig, die folgenden Richtlinien zu beachten:

  • Vermeiden Sie Formulierungen wie „Absolvent/in“ oder „junges und dynamisches Team“ in Stellenanzeigen.
  • Fragen Sie Kandidaten nicht nach ihrem Familienstand oder anderen geschützten Merkmalen.
  • Fragen Sie nicht nach dem Alter eines Bewerbers, es sei denn, dies ist eine gerechtfertigte Voraussetzung für die Ausübung der Stelle.

Um die Gleichstellung der Geschlechter zu gewährleisten, verhindern die peruanischen Gesetze eine Lohndiskriminierung zwischen Männern und Frauen bei gleichwertigen oder identischen Arbeitsplätzen. Während des Rekrutierungsprozesses sollten Unternehmen jegliche Handlungen vermeiden, die als Bevorzugung eines Geschlechts wahrgenommen werden könnten.

So stellen Sie Mitarbeiter in Peru ein

Peru verbietet direkte und indirekte Diskriminierung und Belästigung bei Stellenangeboten sowie während des gesamten Einstellungs-, Abfindungs- und Kündigungsprozesses. Arbeitgeber können von Bewerbern in Peru bestimmte Dokumente oder Informationen anfordern, darunter eine Erklärung, dass sie kein Führungszeugnis besitzen, Nachweise über ihre bisherige Berufserfahrung und Empfehlungsschreiben.

Arbeitgeber können sich auch für die Einstellung eines Mitarbeiters im Rahmen einer standardmäßigen Probezeit von 3 Monaten entscheiden. Diese Vereinbarung sollte jedoch schriftlich festgehalten werden, um sicherzustellen, dass beide Parteien ihren Bedingungen zustimmen. Arbeitgeber können die Probezeit auf 6 Monate verlängern, bei Positionen im Management/Vertrauenspositionen auf ein Jahr.

Peruanisches Arbeitsrecht

In Peru können Arbeitsverträge sowohl schriftlich als auch mündlich abgeschlossen werden. Allerdings ist es ratsam, bei der Einstellung von Mitarbeitern in Peru einen soliden schriftlichen Arbeitsvertrag aufzusetzen. Ein befristeter Vertrag für bis zu 5 Jahre ist unter bestimmten Umständen zulässig und muss schriftlich abgeschlossen werden. Er muss außerdem beim Arbeitsministerium registriert werden, um den peruanischen Vorschriften zur Einhaltung der arbeitsrechtlichen Bestimmungen zu entsprechen.

Der Arbeitsvertrag sollte Angaben in der Landessprache enthalten, darunter:

  • Entschädigung in peruanischen Soles.
  • Vorteile
  • Anspruchs- und Kündigungsbedingungen.
  • Arbeitszeiten.
  • Bezahlter Urlaub.

Onboarding in Peru

Sobald ein Mitarbeiter einen schriftlichen Arbeitsvertrag unterzeichnet hat, kann es verlockend sein, diesen abzulegen und nur bei Bedarf wieder hervorzuholen. Es empfiehlt sich jedoch, den Arbeitsvertrag, den Verhaltenskodex und alle anderen relevanten Dokumente am ersten Arbeitstag oder in der ersten Arbeitswoche des Mitarbeiters durchzugehen.

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